Wenn lange in einer Wohnung oder einem Haus gewohnt wird, hinterlässt dies selbstverständlich spuren. Die Wände erscheinen nicht mehr in der Farbe, in der sie Anfangs waren, der Boden wirkt verwohnt, die Fenster könnten neu gestrichen werden und die Türen haben einige Kratzer abbekommen. Nachdem längere Zeit in einer Immobilie gewohnt wurde, gibt es oftmals einige Makel, die teilweise durch den Mieter ausgebessert werden müssen. Doch was muss ein Mieter übernehmen und was ist Sache des Vermieters? Was genau sind Schönheitsreparaturen und wie werden Schönheitsreparaturen definiert?

Im heutigen Beitrag erläutern wir Ihnen, was unter Schönheitsreparaturen fällt und wer sich um welche Dinge kümmern muss.

 

Was sind Schönheitsreparaturen?

 

Verallgemeinert lassen sich Schönheitsreparaturen wie folgt zusammenfassen:

 

  • Ausbessern von Löcher durch Dübel oder Nägel in Wänden und Fliesen
  • Lackieren bzw. Streichen von Heizkörpern
  • Lackieren bzw. Streichen von Fensterrahmen (innen) und Türen (innen)
  • Lackieren bzw. Streichen von Einbauschränken die zur Wohnung/Haus gehören
  • Tapezieren und/oder Streichen der Wände

 

Folgende Arbeiten sind nicht den Schönheitsreparaturen zuzuordnen:

 

  • Arbeiten am Mauerwerk
  • Abschleifen, Versiegeln von Parkett
  • Reinigung der Teppichböden (wenn nicht anders vereinbart)
  •  Erneuerung der Bodenbeläge
  • Lackieren bzw. Streichen von Fensterrahmen (außen) und Türen (außen)

 

Missgeschicke und Schäden, durch den Mieter verursacht

 

  • Flecken auf dem Teppichboden
  • Kratzspuren, Löcher, etc. im Parkettboden
  • Sprünge und tiefe Kratzer in Waschbecken, Dusche, Badewanne

Die genannten Aspekte, die nicht zur normalen Abnutzung der Immobilie gehören, müssen vom Mieter getragen werden. In vielen Fällen springt hierbei die Haftpflichtversicherung des Mieters ein.

 

Grundsätzlich ist der Vermieter für die Instandsetzung und Instandhaltung der Immobilie zuständig. Mit Klauseln im Mietvertrag, die zwingend notwendig rechtswirksam sein müssen, kann der Vermieter zum Beispiel Schönheitsreparaturen auf den Mieter übertragen. Dafür muss die Wohnung an den Mieter renoviert übergeben werden. Folgend ist der Mieter nur für die Schönheitsreparaturen verantwortlich, die durch seine Wohnzeit in der Wohnung oder dem Haus entstanden sind.

Wichtig ist, dass die Klauseln für Schönheitsreparaturen in einem Mietvertrag alle wirksam sind. Sollte dem nicht so sein und die Klausel ist nicht rechtswirksam, so ist der Mieter befreit.

Somit gelten einige Aspekte, die ein Mieter beachten muss. Zusammenfassen gilt, dass der Mieter nur das zu renovieren/erneuern/bezahlen hat, was durch sein Nutzen der Immobilie entstanden ist. Ferner zählen zu Schönheitsreparaturen nur übliche Renovierungsanstriche, Tapezieren, Lackieren/Streichen der Heizkörper. Ebenso müssen die Innentüren, die Außentüren von innen und die Fenster von innen gestrichen oder lackiert werden. Löcher und Bohrungen sowie starke Abnutzungen sind ebenfalls zu Lasten des Mieters zu tragen. Die Fristen für etwaige Schönheitsreparaturen sind als Richtlinie zur Orientierung zu verstehen. Zudem darf der Mieter die Wände nach Belieben streichen. Die Wohnung ist allerdings in neutral gestrichenen Farben zu übergeben. Dies gilt, wenn eine wirksame Schönheitsreparaturklausel im Mietvertrag vorhanden ist.

 

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